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Unsere Mission ist unsere Vision

Seit vielen Jahren spricht man von epidemischen Ausmaßen, die die Adipositas erreicht. Medizinier, Fachgesellschaften, Patientenverbände und sogar die Weltgesundheitsorganisation schlagen seit Jahren Alam.

Aus Sicht von uns Betroffenen ist diese ganze Thematik noch fataler.

In der Regel erhält jemand der stark übergewichtig ist, kaum Unterstützung. Unserer Erfahrung nach hat dies mehrere Ursachen.

  1. Hausärzte erhalten im Bereich der Adipositas wenig bis keine Vergütung. Somit wird die Bestimmung des aktuellen Gewichts schon kaum durchgeführt
  2. Den niedergelassenen Medizinern fehlen entsprechende Ansprechpartner an die sie ihre Patienten überweisen bzw. verweisen  können.
  3. Oft werden die Betroffenen direkt an die Adipositaszentren verwiesen, die im Schwerpunkt chirurgisch aktiv sind.
  4. Die im Internet veröffentlichen Informationen zur Therapie der Adipositas sind oft schwammig und schwer nachprüfbar
    Erste Ausnahmen zeigen sich mittllerweile, wie z.B. die Seiten www.gesundheitsinformation.de des IQWIG. Hier werden alle Inhalte wissenschaftlich geprüft.
  5. Es sind leider zu viele "Coaches" unterwegs, die mit Mittelchen und mangelnder Qualifikation um Kunden werben.
    Dies ist insoweit riskant, da adipöse oft zahlreiche Begleiterkrankungen mitbringen, die es zu beachten gilt.

Viele Betroffene kämpfen weiterhin mit psychischen Problemen. Auf Grund der zu geringen Zahl an Psychotherapeuten sind hier lange Wartezeiten vorhanden. Mit der Diagnose "Adipositas" alleine erhält der Betroffene im übrigen keine Kostenübernahme durch die Kostenträger. Und dies obwohl bekannt ist, dass eine psychotherapeutische Unterstützung bei schwer übergewichtigen Menschen unabdingbar ist.

Im übrigen ist die Adipositas per se oft kein Behandlungsgrund. Erst mit dem Einsetzen von Begleiterkrankungen, wie Diabetes, Hypertonie, Schlafapnoe usw., kann der Betroffene auf mehr Aufmerksamkeit hoffen.

Unsere Vision ...

... ist es nun, dass alle Betroffenen eine entsprechende Therapie erhalten.

  • Individuell auf sie abgestimmt
  • im interdisziplinären Team
  • idealerweise in Schwerpunkt-Praxen oder in Kooperationen verschiedener Fachrichtungen
  • Bestandteile wie Ernährungstherapie müssen in den Heilmittelkatalog aufgenommen werden

... ist es nun, dass die Präventionsbemührungen intensiviert werden

  • Die Kostenträger müssen auf einen Mindestsatz der Bezuschussung verpflichtet werden
    Es kann nicht sein, dass die Ernährungstherapie bei Diätassistenten oder Oecotrophologen im Rahmen der Prävention abgelehnt werden und stattdessen "Online Abnehmprogramme" empfohlen werden.
  • Betroffene ab Adipositas Grad 1 sind in der Prävention fehl am Platz
  • Präventionsprogramme für Kinder müssen zwingend die Eltern mit einbeziehen.
    Nicht selten sind die Eltern Teil der Ursache

... ist es nun, das die Nachsorge nach einem adipositaschirurgischen Eingriff einheitlich geregelt wird

  • es muss klar geregelt sein wer die Nachsorge auf medizinischer Seite verantwortet.
    Aus unserer Sicht sollte dies entsprechend der konservativen Therapie der Adipositas von Schwerpunktpraxen o.ä. durchgeführt werden. Wir sind der Meinung, dass die Chirurgen mit der OP ihren Auftrag erfüllt haben und lediglich zu Konsultationen anderer Ärzte hingezogen werden sollten.
  • alle durch die Fachgesellschaften empfohlenen Untersuchungen müssen unabhängig vom Budget des behandelnden Arztes finanziert werden
  • wir wünschen uns eine Leitlinie oder durch die Fachgesellschaften erstellten Leitfaden "Nachsorge nach bariatrischem / metabolischem Eingriff".

Es wird Zeit, dass sich was tut!

Viel zu lange hat man uns Dicke alleine gelassen.